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  #1  
Alt 03.06.2010, 17:13
Benutzerbild von sommernachtstrauma
sommernachtstrauma sommernachtstrauma ist offline
Kätzchen
 
Registriert seit: 28.11.2008
Beiträge: 51
Standard "Mädchen für alles -...

...Wie Sie die typisch weiblichen Jobfallen vermeiden"

Ein gutes Buch für alle die höher hinauf wollen in der Karriereleiter.
Ich bin noch im Studium und auch für alle vor dem Studium ist es der beste Zeitpunkt solch ein Buch zu lesen, aber es ist auch nie zu spät.

In dem Buch sind viele Beispiele und Situationen beschrieben die man aus dem wahren Leben kennt und es wird beschrieben wie mans besser machen kann. Es werden typisch weibliche Verhalten beschrieben und eben auch männliche und warum die Männer an der Frauen vorbeiziehen auf den Chefsessel. Und man findet einige Do und Don't Listen, wovon man die ein oder andere an eine Pinnwand heften sollte wie ich finde.

Ich hab das ganze übrigens als E-Book, bin mir aber gerade nicht sicher ob ich das hier online stellen darf. Aber als Mail kann ich es sonst auch schicken. Einfach bei mir melden.
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  #2  
Alt 12.07.2010, 21:51
Icy Icy ist offline
Samtpfote
 
Registriert seit: 22.12.2008
Beiträge: 4
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Oh ja, hier ich! :-)
Würde das gern lesen. Schick dir ne PM.
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  #3  
Alt 14.07.2010, 14:44
Icy Icy ist offline
Samtpfote
 
Registriert seit: 22.12.2008
Beiträge: 4
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So, nachdem ich mir das Buch nun zu Gemüte geführt habe, fällt mein Urteil leider vernichtend aus. Aber der Reihe nach:

Die Autorin ergießt sich auf 208 Seiten in Gejammer darüber, wie unfair die Arbeitswelt für Frauen ist. So wie ihre besten Freundinnen Cora und Lene hat sie Germanistik studiert und schlägt sich dann erstmal jahrelang in gar nicht oder gering bezahlten Jobs bei verschiedenen Verlagen oder Kultureinrichtungen durch. Und die drei haben es alle schwer. Vor allem, weil sie Mädchen…pardon...Frauen sind. Und weil die bösen Männer sich gegen die Frauen verschworen haben, ein unfassbares Imponiergehabe bei absoluter Inkompetenz an den Tag legen und böse Chefs und Sachbearbeiterinnen auf dem Arbeitsamt auch noch auf diese Show reinfallen! Dabei „sind wir Frauen doch dir klügeren!“ Unverschämtheit also! Am Rande klingt beim Rückblick auf die eigene Karriere der Autorin doch noch an, dass sie sich möglicherweise auch etwas doof angestellt haben könnte. Nur, ob man über sein Scheitern auch noch ein Buch schreiben und das als Karriereratgeber deklarieren muss..?

Ich hätte erwartet, dass ein Buch, das Frauen explizit Karrierefallen aufzeigen will, von einer erfolgreichen Frau geschrieben wird, nicht von einer Dame, die von der Studienwahl bis mitte 40 kläglich versagt hat und deren Beispiele alle etwa so enden: „Als ich verstand, dass ich aus genau diesem Grund nicht weiterkam, suchte ich mir eine neue Stelle [...] In diesem Job ging es fast vom ersten Tag an in einer Abwärtsspirale stetig nach unten.“ oder „Aus Angst, ihre Traumstelle zu verlieren, machte Lene sechzehn Monate lang gute Miene zum bösen Spiel. Dann gab sie auf und kündigte. Sie hatte in diesen sechzehn Monaten Schlaf- und Essstörungen entwickelt […] Trotz ihrer hohen Qualifikation und ihrer Arbeitserfahrung fand sie nach ihrer Kündigung so schnell keine neue Stelle mehr und war sechs Jahre lang arbeitslos.“ Problemsituationen werden detailliert geschildert aber Lösungsansätze werden nicht geboten. Positivbeispiele, wie eine gelungene (Frauen-)Karriere aussieht, sucht man vergebens. Dafür findet man um so mehr Verallgemeinerungen und Platitüden über gefühlte 207 von 208 Seiten. Dass sich die Autorin dabei permanent wiederholt, in Widersprüche verwickelt und kein Klischee auslässt, überrascht da wenig.

Es gibt in diesem Buch nur 2 Seiten: Auf der einen stehen die Frauen, deren Versagen symptomatisch ist, auf der anderen die Männer, die allesamt (trotz ihres demonstrativ als unfair oder albern deklarierten Verhaltens) brillieren. Wohlgemerkt spielt sich das alles im Mikrokosmos der Autorin ab, nämlich entweder ihrem engsten Freundeskreis oder den Verlangen, in denen sie arbeitet. Dieses Umfeld wird ohne weitere Erklärung als Gesamtrealtiät ausgelegt. Der Höhepunkt der Beschränktheit auf diese kleine Welt manifestiert sich, als voller Bewunderung beispielhafte Manager (natürlich alle männlich) aufgezählt werden: Es handelt sich dabei ausnahmslos um Spiegel-Redakteure, Bild-Herausgeber u.ä. Von einem Josef Ackermann oder oder einem Steve Jobs hat die Autorin offenbar noch nichts gehört sonst müsste sie nicht drittklassige Beispiele aus einer kleinen ökonomischen Nische an den Haaren herbeiziehen. Warum statt dessen nicht ohnehin auf weibliche Top-Manager und deren Lebensläufe verwiesen wird, ist nur so zu erklären, dass diese ja nicht ins Argumentationsschema der Autorin passen würden.

Am Ende jeden Kapitels gibt es dann noch Listen mit allgemeinen Dos and Don’ts, nach dem Motto: Forder ein, was du willst, sag auch mal nein, kauf die ordentliche Kleidung und lass beim Meeting die Schuhe an (-> kein Scherz!). Allein für diese brillanten Erkenntnisse hätte die Autorin doch schon den Pulitzerpreis verdient! Es muss an der bösen Welt liegen, dass man ihn ihr noch nicht nachgeworfen hat. Oder an den bösen Männern (offenbar das Hassobjekt Nummer 1 der Autorin). Als große Quintessenz kommt die Autorin auf eine umwerfende Erkenntnis: „Frauen sind eben nicht cool genug.“ (allein auf S. 151 fällt das Wort „cool“ 12-mal). „Cool“ definiert die Autorin übrigens als das Gegenteil von mädchenhaft und absolut erstrebenswert. Das alles klingt wirr und widersprüchlich aus der Feder einer dauer-kündigenden, permanent-ja-sagenden und sich über-Männerränke-ärgernden verbittert-spätfeministischen Mittvierzigerin, die weder die erkennbare Kompetenz hat, ein Karrierebuch zu schreiben (nämlich eine vorzeigbare Karriere), noch es für nötig befand, zu einer anständigen Recherche anzusetzen sondern sich auf ihren kleinen Mikrokosmos beschränkt.

Zurück bleiben nur Unverständnis, offene Fragen, zahllose entmutigende Versagens-Geschichten unerfolgreicher Frauen und tiefes Mitleid mit der Autorin, die das „cool-sein“ so verzweifelt propagiert und dabei gerade das Gegenteil demonstriert. Obwohl es genau genommen schon lächerlich genug ist, wenn eine erwachsene Frau in einem Karriereratgeber inflationär mit dem Wort „cool“ um sich wirft gibt es noch einige (unfreiwillig) komische Stellen im Buch, so dass die Leserin wenigstens ab und zu was zu Lachen hat. Hier meine persönlichen Top 10:

1. Forscher haben herausgefunden, dass sich die Sache mit dem Y-Chromosom irgendwann von selbst erledigen wird, da es zu nichts nütze ist, […]dass auf seinem Y-Chromosom lauter sinnlose Eigenschaften wie Laut-Schnarchen, Hemmungslos-Rülpsen und Nicht-zuhören-Können sitzen.

2. Mein größter Albtraum […] war, dass ich es nie zu einer wirklichen Festanstellung bringen würde. […] Hätte ich Millionen im Lotto gewonnen, ich hätte mir davon eine Festanstellung auf Lebenszeit gekauft.

3. Wir werden älter, aber wir werden nicht erwachsen. Und wenn wir doch erwachsen werden, dann kriegt es keiner mit.

4. Coolness sorgt für einen Vorsprung. Und Frauen sind einfach nicht cool.

5. Der Coole ist wie ein klassischer Westernheld, aber gewaschen, gekämmt und besser angezogen.

6. Kontrovers diskutieren, Entscheidungen fällen? Ohne mich! Ich muss mir erst einen Tampon organisieren.

7. Männer im Büro haben nicht nur keinen Körper, die meisten haben auch kein Gesicht.

8. Nun unterhalten sich erst mal die Drei [Männer] untereinander, und zwar so, dass gesprächstechnisch an jeden imaginären Laternenpfahl im Umkreis von acht Kilometern gepinkelt wird. […] Eines der ambitionierten männlichen Jungtiere ließ sein Statussymbol »teurer Füllfederhalter« so lange aufs Papier auftippen, bis die Feder abbrach und die Tinte nach allen Seiten spritzte.

9. Begreifen Sie Erwachsensein als Herausforderung. Oder, wenn das nicht hilft, als eine Rolle, die Sie spielen.

10. Insbesondere die alten Säcke scheinen mit beginnenden Prostatabeschwerden auch zugleich an einer gewissen Wortinkontinenz zu leiden, die sich besonders dann fatal auswirkt, wenn sie mit einem schlechten Gedächtnis einhergeht. Die Ahnungslosigkeit und Vergesslichkeit der Männer müssen wir uns zunutze machen, indem wir ihnen solche Dinge nicht weitersagen, ihren Klatsch hingegen auf Wissenswertes hin auswerten und uns dieses gut merken.
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