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@Lady
Also bei mir ist es so: Als Kind aufgewachsen mit der üblichen Ernährung - fast täglich Fleisch, oder wahlweise Fisch, mit Beilagen und Salaten. Im Laufe der Jahre hatte ich immer weniger Lust, Fleisch zu essen. Das kam einfach so, verstärkt durch die Berichte über die Tierhaltung, die Art, wie sie geschlachtet werden etc. Habe mal einen Bericht im TV gesehen, da ist mir schlecht geworden, und ich konnte monatelang kein Fleisch mehr essen: Da haben die eine lebende Kuh am Kran hängen gehabt und dann einfach auf den Boden fallen lassen - vermutlich ist sie dann elendiglich und mit vielen Knochenbrüchen verreckt. Es war einfach schrecklich!!! Als meine Kids klein waren, war ich mal ein paar Jahre aufm Ökotrip, hab selber Brot gebacken, mit selbst angesetztem Sauerteig, hab Getreide selbst gemahlen, mir eigens 'ne elektrische Mühle dafür angeschafft etc. Da gab es auch schon ganz wenig Fleisch, aber Fisch, Eier und Milch schon, damit die Kiddis zu ihren Proteinen kommen. Heute ernähre ich mich vorwiegend vegetarisch, so gut wie kein Fleisch, esse auch kaum noch Eier, aber viel Fisch, und von Milch und Käse, derzeit vor allem Ziegenkäse, kann ich die Finger nicht lassen. Ansonsten auch mal Sojazeugs, Tofu, und viel Gemüse und Obst. Ich ess gerne gut ausgemahlenes Vollkornbrot mit verschiedensten vegetarischen Aufstrichen, da gibt es ja heutzutage die leckersten Sachen ... und man muss deswegen auch nciht mehr unbedingt in den teuren Bioladen ... ... und eine meiner Lieblingsspeisen ist ein schlichtes Stück Brot mit guter Kruste, frischer Butter und ordentlich Knobi drauf. Aber hin und wieder packt es mich mal und ich hol mir'ne knackige gut gewürzte Salami oder sowas. Heute gab es Lammfleisch mit Butterreis - aber das ist eine riesengroße Ausnahme. Weil ich mich selbst mal ein wenig betüteln will. ![]() Ich denke so für mich, dass ich das nicht so fatalistisch sehen will - es ist ein stetiger Prozess, ich geb mir Mühe, diesen Mist (Tierquälerei) möglichst wenig zu unterstützen, achte auch drauf, wo die Sachen herkommen, kaufe auch schon jahrelang keine Eier mehr aus Legebatterien (also die mit der Drei) aber ich will auch auf meinen Körper hören, was der so braucht.
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Wenn man hartnäckig immer das Beste vom Leben fordert, dann kapituliert es meist irgendwann und liefert auch das Beste. Bärbel Mohr |
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Ich esse gerne mal ein Stück fleisch. Wobei ichs selber ungern zubereite...mhh, dumm. Gerade solange ich noch vom Studentenbudget lebe, mach ich die Augen vor schlechter Tierhaltung gerade für Billigprodukte auch zu, muss ich schon zu geben. Wobei ich sehr gerne aufn Wochenmarkt gehe um auch Produkte aus der Region zu kriegen. Und zum Beispiel bei Eiern achte ich auch darauf das die erste Zahl wenigstens eine 1 ist.
Also, alles in allem, mach ich mir recht wenig Gedanken über meine Ernährung, wobei ich Fertigzeugs auch meide. |
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Seitdem ich mehrmals sehr gutes Fleisch gegessen habe, schmecke ich den Unterschied und mir schmeckt das Zeug aus dem Supermarkt nicht mehr. Und da ich nicht dauernd 20 EUR für zwei Stück Steak ausgeben kann, reduziert sich mein Fleischkonsum automatisch. Bei uns gibts inzwischen aus dem Supermarkt nur noch ab und zu Geflügel, Hackfleisch in irgendeiner weiterverareiteter Form oder Kochschinken (z.B. im Auflauf) und ansonsten essen wir zu Hause oft fleischfrei. Oder eben RICHTIG gutes aber schweine-(haha)-teures Fleisch. Und das ist verdammt lecker
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Um einen Menschen zu enttäuschen, muss man ihn vorher getäuscht haben! |
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Ich glaube mittlerweile, man kann als "normaler" Mensch nicht ethisch korrekt ernähren/leben. Auch weil man in den meisten Fällen keine Ahnung hat, was das Produkt wirklich erlebt hat, nein, auch nicht bei Bioprodukten. So wird z.B. auch für Soja z.T. Regenwald abgeholzt und Monokultur betrieben (ein Punkt der ja auch oft als Argument der Veganer bezüglich des Fleischs betrieben wird). Ich meine damit nicht, dass man nicht achten sollte was man isst und versuchen sollte auf Kleinigkeiten (bzw. das kleinere Übel) beim Einkauf zu achten. Nur darf man sich auch nicht zu sehr von der Veganer Propaganda einlullen lassen, die haben nämlich leider auch nicht immer Recht.
Ich selber bin schon seit etwa 12 Jahren Vegetarier. Nicht ausschließlich aus Tierschutzgründen, sondern weil mir Fisch und Fleisch einfach nicht schmecken. Der ganzen ethischen Diskussion stehe ich auch eher mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits denke ich, dass es natürlich ist Fleisch zu essen, andererseits verurteile ich diese herabwürdigende Seite, die das Tier zum Produkt entwertet.
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Freiheit kann man nicht eingrenzen, Freiheit muss man ausatmen! |
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@LaRubia
Ein sehr ausgewogenes Statement! Mit Prinzipienreiterei kommt man da echt nicht weiter - es kann nur darum gehen, einen Mittelweg zu finden zwischen der Ernährung, die einem wichtig ist - und den Folgen, die diese Ernährung für die Umwelt hat. Ich kaufe so einige Produkte direkt beim Erzeuger: Honig, Milch, Eier, Obst und Gemüse. Wir haben hier glücklicherweise einen Bio-Bauernhof, da kann man zuschauen, wie die das anpflanzen und bewirtschaften. Und diesen Sommer hab ich jede Menge Kirsch- und Brombeermarmelade eingekocht, aus der Gartenernte ![]() Aber wenn ich nicht so viel Zeit habe, renne ich wegen all dieser Dinge schon auch mal in den Supermarkt ![]()
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Wenn man hartnäckig immer das Beste vom Leben fordert, dann kapituliert es meist irgendwann und liefert auch das Beste. Bärbel Mohr |
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Einen Trend zur vegetarischen/veganen Ernährung erkenne ich in meinem Umfeld nicht.
Ich kann die Argumente der Vegetarier verstehen, die der Veganer nicht mehr soooo sehr. Für mich selber sehe ich das allerdings nicht so extrem. Liegt vielleicht auch daran, dass ich auf dem Land lebe, und hier die Nutztierhaltung ganz normal ist. So hat man natürlich auch ganz andere Möglichkeiten, an Fleisch, Eier usw. zu kommen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Naja und mal ganz ehrlich, sehr viele Tierrassen (gerade die ganzen Nutztierrassen) gäbe es schlicht und einfach nicht, wenn wir nicht schon seit Menschengedenken Fleisch essen würden. In der freien Wildbahn rennen weder eine schwäbisch-hällische Sau noch ein Limousin-Bulle rum. Und eine Henne in freier Wildbahn legt auch keine 150-200 Eier im Jahr. In meinen Augen liegt ein großes Problem nicht im Fleischkonsum allgemein, sondern in den Bedingungen, zu welchen die Tiere transportiert/geschlachtet werden. Lebendtiertransporte nach ausserhalb von Deutschland gehören einfach abgeschafft. Das schafft halbwegs annehmbare Transportwege der Tiere zum nächsten Schlachthof und nebenbei auch noch Arbeitsplätze, weil die Schlachthöfe in Dt. wieder gebraucht werden. Bin sowieso gegen diesen Zentralisierungswahn in bestimmten Branchen/Betrieben. Naja, auf jeden Fall lasse ich mir gerne mal ein gutes Steak o.ä. schmecken. Gehört einfach dazu. Und trotzdem gebe ich auch noch einen Haufen Geld für den Tierarzt aus. Geändert von Mrs.Honey (09.10.2011 um 13:06 Uhr) |
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Hi,
ich lebe selbst seit eineinhalb Jahren vegetarisch und nun seit einer Woche probeweise auch vegan (auf Leder, Federn, Gelatine und andere Produkte von toten Tieren verzichte ich auch sonst). Ich hatte keine Mangelerscheinungen in dieser Zeit, weder Eisen noch B12 noch sonstwas, hab es sicherheitshalber beim Arzt testen lassen. ![]() Den Trend finde ich persönlich super, weil er dazu führt, dass man superviel vegetarische und vegane Produkte bekommt, wenn man darauf angewiesen ist, aber auch, wenn man nur mal was neues ausprobieren will statt Fleisch. Ich kann mir vorstellen, dass das gewissermaßen ein selbstverstärkender Prozess ist: Mehr Leute verzichten auf Fleisch/tierische Produkte->der Markt an vegetarischen und veganen Produkten wächst->das Angebot wächst->mehr Leute "trauen sich" umzusteigen, weil es ihnen weniger kompliziert vorkommt als vielleicht noch vor 10 Jahren. Hinzu kommt noch die durch Studien, Lebensmittelskandale etc. wachsende gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber der vegetarischen Ernährungsweise (wobei Veganer glaube ich immer noch recht schief angekuckt werden, warum auch immer). Der Umstieg anfangs natürlich gewöhnungsbedürftig, allerdings kommt man schnell rein und es sagt ja auch niemand, dass man von heute auf morgen vegetarisch oder vegan werden muss. Jedes tierische Produkt, das man durch ein pflanzliches ersetzt ist schon ein Gewinn: Lieber eine inkonsequente Vegetarierin als eine konsequente Omnivorin Viele Männer sind übrigens, wenn sie Vegetarismus oder Veganismus für sich selbst vielleicht auch ablehnen, zumindest beeindruckt von der Überzeugung einer Vegetarierin und lassen sich auch durchaus gerne auf vegetarisches Kochen usw. ein, es ist also nicht so, dass man dann gesondert suchen muss (für ne Beziehung). LG BrightBride |
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ist eine Ernährungsweise, bei der auf den Verzehr von Fleisch von gleichwarmen Tieren, nicht jedoch auf Fisch verzichtet wird.
Ich habe noch nie besonders gern Fleisch gegessen. Rind, Schwein etc. sowieso nicht und wenn doch mal Fleisch dann Geflügel. Vor einem 3/4 Jahr habe ich dann beschlossen es sein zu lassen. Was an "totem Tier" ich esse definiere ich danach, ob ich es selber töten könnte. Einem Huhn den Kopf abhacken? Ein Rind schlachten?? Niemals. Einen Fisch jedoch, das klappt schon. Ich finde es irgendwie falsch/ verlogen etwas zu essen, was ich nicht umbringen könnte. Für mich war das keine große Umstellung, da ich es ja vorher schon kaum gegessen habe. Mäcces okay, das fehlt manchmal aber das meiste darin ist eh ungesund. ![]() Meine Freunde, Familie, Kollegen haben alle gleich reagiert. Ich musste mich erstmal rechtfertigen. Finde ich irgendwie behämmert, schließlich bitte ich auch niemanden um Rechtfertigung, warum er Fleisch isst. Jeder sollte so leben, wie es für ihn ethisch am besten ist und seitdem ich auf Fleisch verzichte bin ich irgendwie zufriedener. Andere Menschen drehen durch wenn sie nicht täglich ihr Schnitzel bekommen. In meinem Umfeld gibt es allerdings kaum Vegetarier, Veganer, etc. aber man merkt schon, dass in den Läden das Angebot steigt. |
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