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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ihn dazu bringen, sich binden zu wollen - "Commitment"


Miss Chain
12.01.2010, 11:27
Dies hier soll sowohl ein theoretischer, als auch ein praktischer Thread an meinem eigenen Fallbeispiel werden.

Irgendjemand hat es doch mal so formuliert, dass Pick Up von Frauen gerne und zum Großteil benutzt wird, um einen Mann an sich zu binden. Nun gut, das sei dahingestellt.

Gestern stolperte ich über die Theorie im Internet, um einen Mann dazu zu bewegen, dass er sich freiwillig (!!) an dich als Frau binden will (ohne, dass du ihn emotional erpresst, sondern völlig von sich aus), ist es essentiell und unumstößlich - dass man sich nicht an ihn bindet. Also nicht im Sinne von man flirtet fremd und ist untreu, sondern man lebt sein Leben und stellt ihn nicht in den Mittelpunkt. Man geht aus, kümmert sich um seine Hobbys, sein eigenes Leben und hat nicht immer Zeit für ihn, etc.
Also quasi, in Pick Up Terms - DHV, false time constraints usw.

Um es auf den Punkt zu bringen, kopiere ich die am meisten auftauchenden zentralen Sätze des Ganzen mal raus:
"If you are in love with a man and would like him to commit to you, you will feel like being with him all the time. You will also go out of your way to fulfill his wishes. Unfortunately, this is counterproductive, as it will make the man relax his efforts. He knows that you will simply wait for him until he is ready. However, if you pursue some of your own interests that do not take him into consideration, the man will realize that there is a real risk of losing you. Unless he does not really care about you, your boyfriend will not sit back with such a possibility. Instead, he will take measures that will draw you closer to him, and he will commit."
"Avoid the topic
If you would like your boyfriend to commit, this is the topic that should be furthest from your conversations. If you keep talking about your expectations of your future, you are likely to make your boyfriend feel pressured to commit. In such a case, you are more likely to draw his resistance."
Was haltet ihr von dieser Theorie?

Ich persönlich habe mir vorgenommen, das an meiner LTR zu testen.

Meine Situation ist die Folgende.
Ich bin ein ziemliches Genie im Planen und Organisieren, von daher würde ich bequem mein ganzes Leben ohne Abstriche zu machen unter einen Hut bekommen. Arbeit, meinen Haushalt, mich um mich kümmern, um Freunde kümmern - und trotzdem sehr viel Zeit für meinen Partner haben. Ich hab das jetzt ein paar Wochen auch so gemacht (obwohl mein Freund eine Stunde Fahrtzeit von meiner Wohnung weg lebt und ich zwei Katzen habe, die eigentlich auch gern regelmäßig was von mir hätten und auch gefüttert werden müssen) und beobachtet, dass mein Verhalten nach sich zieht, dass er sich "zurücklehnt".
Man muss dazu sagen, er ist selbstständig und arbeitet von zu Hause aus, ich arbeite ca. 9h täglich im Büro. Sprich, er kann sich seine Zeit sehr flexibel und frei einteilen.
Jedenfalls beobachte ich also, dass das Verhalten, mir viel Zeit für ihn zu nehmen nach sich zieht, dass er sich ein bisschen auf die faule Haut legt. Meist besuche ich ihn und dann bittet er mich auch gerne darum, wenn ich doch schon mal unterwegs sei, ob ich nicht dies oder jenes mitbringen könnte. Mach ich alles gerne, kein Thema, aber eine Beziehung muss ausgewogen sein vom Geben und Nehmen her und ich finde, das ist gerade ein wenig unausgeglichen.

Mein Vorhaben ist also, mich jetzt bewusst um mich selbst zu kümmern, meine eigenen Dinge durchzuziehen und eine Weile nicht zu ihm zu fahren. Genauso werde ich das Thema zusammenziehen, gemeinsame Zukunft blabla, KOMPLETT, und ich meine hiermit wirklich *komplett*, in jeder Hinsicht, vermeiden (Wie ich das vernünftig kalibriere, muss ich mir noch im Detail überlegen). Es wird vermutlich nach sich ziehen, dass er das erstmal nicht schnallt ("Super, freie Zeit für mich") und ich Sitzfleisch brauche. Ist aber kein Problem, ich hab wirklich genug zu tun, mir wird sicherlich nicht langweilig in der Zwischenzeit..
Die Frage ist auf jeden Fall die einer guten Kalibrierung. Ich habe nicht vor ihn zu vernachlässigen, oder sein Value irgendwie zu senken oder eine Bitch zu sein oder ihm das Gefühl zu geben, dass er mir nichts bedeutet, im Gegenteil. Allerdings soll er nicht denken, die Beute sei im Sack und er müsse sich nicht mehr rühren und der status quo sei super, weil er ja alles hat, was er will. Das ist langweilig für ihn und frustrierend für mich :)

Meine Quellen dieser Theorie sind im Übrigen diese Artikel

http://www.articlesnatch.com/Article/Facing-Commitment-Phobia-Men---What-You-Should-Do/872104
http://www.articlesnatch.com/topic/commitment+phobic+boyfriend
http://www.articlesnatch.com/Article/Measures-That-Will-Encourage-Your-Boyfriend-To-Commit/716013
http://www.ehow.com/how_4707368_handle-commitment-phobic-boyfriend.html

Vieles davon deckt sich, wenn man es überträgt, mit den Dingen, die das Anwenden von einfacher Psychologie auch im Pick Up schon zutage gefördert hat.

Kommentare, Anregungen, Hinweise zu der Gesamtthematik bitte :)

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