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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Mauer muss weg !! -- Emotionale Enttäuschungen


Soulcat
28.04.2009, 13:50
Die Mauer muss weg !!!

Von emotionalen Enttäuschungen und Schutzschildern


Jede von uns ist in Vergangenheit einmal vom anderen Geschlecht enttäuscht worden. Sei es die erste große Liebe, die den Liebesbrief achtlos auf dem Pausenhof weggeworfen hat, ein FB dass sich nach Beziehung anfühlte aber nie zu einer wurde, eine LTR, die zu Ende ging weil sich der andere neu verliebt hatte..
Es gibt viele Dinge die uns enttäuscht haben.

Erfahrungen sind gut, und wir lernen daraus uns zu schützen und vor großem Kummer und Verletzungen zu bewahren. Stets vergleichen wir mit unseren früheren Ereignissen und gewinnen so Sicherheit, da wir uns ein Schema zurecht legen, aus dem wir erhobenen Hauptes hinaus gehen können.
Wenn wir uns in diesem Rahmen bewegen, passiert uns nichts. Je nach Anzahl und Größe der erlebten Enttäuschungen, fangen wir an, eine Mauer ums uns zu bauen. Ein Schutzwall, der uns in Zukunft begleiten wird. Steinchen auf Steinchen. In Erwartung neuer Enttäuschungen wächst die Mauer stetig.

Kaum eine denkt über Alternativen nach, denn dies verlangt, die eigene Mauer in Frage zu stellen. Was wäre wenn wir egal bei welchem Date einfach keinerlei Erwartungen mehr an den Mann stellen? Wenn keine Erwartung da ist, können wir auch nicht enttäuscht werden. Wir gehen also vorbehaltlos zum Treffen und wenn er Mann uns gefällt hoffen wir trotzdem insgeheim auf ein Wiedersehen.
Auch diese Möglichkeit lässt keinen Raum für Gefühle. Während dem Date in seinen Augen versinken zu können, zu träumen wie es weiter gehen wird. Ihn selbst einmal anrufen und mitteilen dass wir uns über ein erneutes Treffen freuen.

Träume überfallen uns in Form einer emotionalen Welle. Wir dürfen träumen und Wünsche haben, auch wenn dies oft mit der rosaroten Brille gleichgesetzt wird. Dort kommen wieder unsere alten Erfahrungen ins Spiel. Sie holen uns zurück auf den Boden der Tatsachen. Wir sind wieder realistisch, aber genießen diese emotionale Talfahrt für einen Moment.

Die Mauer, die wir um uns aufgebaut haben hindert uns auch daran, neue Erfahrungen zu machen. Emotionen zuzulassen und bewusst zu leben. So entstehen Bindungen, die aus reinen Spielchen entstehen. Freeze Out, Push & Pull, Hard to get. Sie alle haben etwas gemeinsam. Wir entziehen uns. Was aber wenn wir nur noch mit solchen Mitteln kämpfen? Ist es nicht der Abwehrmechanismus unserer eigenen Mauer in der wir auf andere feuern? Die eigenen Gefühle können wir nicht zulassen. Stets werden neue Männer kommen die versuchen in unsere Burg einzudringen, sie werden aber kläglich an der Mauer scheitern. Auch wenn wir uns nach dem Mann sehnen, können wir es nicht zulassen, da die Angst zu groß ist und das Vertrauen kilometerweit weg.
Ein großer PUA sagte einmal: „Ich sehe lauter Zombies da draußen rumlaufen. Alle sind verbittert und enttäuscht. Dabei ist es doch das Schönste zu lieben und Liebe zu geben.“


Hat nicht jeder Mann das Recht uns vorbehaltlos kennen zu lernen? Sollten wir nicht jeder Begegnung die Chance geben ihr liebevoll, anstatt misstrauisch gegenüber zu treten?
Das Risiko erneut verletzt und enttäuscht zu werden bleibt. Die Liebe ist ein einziges Risiko. Ein Meer der Emotionen.
Gerade wir Frauen sollten unsere weibliche, weiche Seite nicht verlieren, indem wir uns durch die Mauer abhärten. Auch diese Emotionen wollen von uns gelebt werden.

Die ersten Bildchen an der Mauer entstehen. Es sind unsere Gefühle und Emotions, die sich hinter der Mauer austoben. Irgendwann werden wir den Mut haben, diese Mauer einzureißen. Die Erfahrungen bleiben und wir profitieren davon, aber in der Zukunft werden wir weiterhin Risiken eingehen. Genau das macht das Leben so aufregend.


Soulcat



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