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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umzug: Veränderung


fusionvorfreude
07.01.2009, 01:02
Ich bin im September von Kiel nach Mannheim gezogen und hab mich irgendwie seither ziemlich verändert. Man muss dazu sagen, dass ich grad mal ein Jahr vorher von Hamburg nach Kiel gezogen bin.
Habe in Kiel wirklich die allertollsten Leute kennen gelernt, gleich am Anfang. So Leute von der Sorte, die man nie mehr missen möchte. Unter anderem auch meinen inzwischen besten Freund, mit dem von Anfang an so ne Art "Seelenverwandtschaft" da war. Klingt übertrieben, ist aber irgendwie so. Nur ist der halt immerhin quasi mit umgezogen nach Mannheim, zumindest die Hälfte der Zeit. Aber alle anderen... habe jetzt wo ich im Norden bin und sie besucht habe erst gemerkt, wie mir die Leute fehlen.

In Mannheim hingegen war es von Anfang an... schwierig. Hab mich da wirklich nicht zugehörig gefühlt zu meinen Kommilitonen. Es hat sich inzwischen etwas gelegt, aber am Anfang war es halt ganz krass. Die haben alle mit ihren Abiturnoten, ihren Privatschulbesuchen und ihrer eigenen Tollheit geprahlt. Im Nachhinein ist mir nun auch klar, dass das ziemliche Show war um die eigene Unsicherheit zu überspielen aber am Anfang hat es mich ziemlich eingeschüchtert, was ich eigentlich nicht so von mir kenne. Ich mein, ich hab auch ein sehr gutes Abi gemacht, wenn auch "nur" in HH ud hab sonst eher nicht so damit zu kämpfen, wenn mir jemand erzählt wie toll er ist. Ich weiß ja, dass das oft nur eine Methode ist etwas anderes zu überspielen. Und habe was sowas angeht normalerweise auch ein eher zu hohes Selbstwertgefühl.
Hab da auch nicht gleich Leute kennen gelernt (abgesehen von meiner Mitbewohnerin), mit denen ich mich so gut verstanden habe wie in Kiel. Sondern am Anfang erstmal zufällig neben zwei mir eigentlich ziemlich unsympathischen Menschen gesessen. Der eine ein typischer AFC, der versucht sich selbst zu pushen indem er auf unterstem Niveau neggt und ein Mädel, welches einfach charakterlich absolut nicht zu mir passt. Auch das hat sich inzwischen gelegt, da ja doch nicht alle so sind bzw sich dieses Gehabe bei vielen recht schnell gelegt hat.

Trotzdem bin ich seit ich da bin irgendwie anders. Ich hab das Gefühl meine innere Einstellung ist irgendwie ver-rückt. Hab irgendwie mein Interesse an Männern verloren und sehe erstmal das schlechte in jedem. Brauche außerdem viel mehr Bestätigung als sonst. Hab irgendwie gerade nicht viel Begeisterungsfähigkeit für andere.
ich finde das schlimm. Das war immer etwas, was ich an mir sehr mochte. Ich konnte mich immer für Menschen begeister, einfach weil sie sie selbst waren.
Ich strahle das sicher auch aus.

Hatte jemand das Problem schonmal? Habt ihr Tips? Sollte ich vielleicht einfach den Widerstand den ich grad habe überwinden und mich "zwingen" Leute kennen zu lernen und zu mögen?

Und warum hab ich plötzlich so ein Desinteresse an Männern? Hilfe.

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